Left-Liberalism Redux

Von wem stammt folgender Satz?

Mir geht es um die Kulturtechnik des Zahlens.

a) John D. Rockefeller
b) J. R. Ewing
c) Josef Ackermann
d) Jakob Augstein

Unter allen richtigen Einsendungen verlose ich zwei Freikarten für das Théâtre du Grand-Guignol.
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Papst zurückgetreten!

Maßnahme: Küng anrufen.

(Frei nach Fritz J. Raddatz)
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Betreutes Denken

Einige Auskünfte zur Frage, welchen Zwecken wissenschaftliche Arbeiten heute dienen.*

1. Eine wissenschaftliche Arbeit hat »wissenschaftlichen Standards« zu genügen. Dazu gehört zwingend, daß ein Wissenschaftler bei der Publikation seiner Denkergebnisse penibel genau verzeichnet, »auf welche Forschungsergebnisse anderer Wissenschaftler er sich beruft (Zitation) und welche (neuen) Aspekte von ihm sind.« (Quelle)

Wissenschaftliche Standards bestehen also bezeichnenderweise eben genau nicht aus der einzigen sachgerechten Frage, die sich ein Gedanke gefallen lassen muß, wenn er als wissenschaftlich gelten können soll — nämlich der, ob er stimmt oder nicht — sondern aus nichts anderem als endlich wieder gelten sollendem Rechtsschutz zugunsten des Eigentümers der Gedanken, dem man gefälligst Respekt erweisen muß, indem man ihn unter Nennung seines Namens richtig zitiert, d. h. ausdrücklich kenntlich macht, daß auf dem Gedanken, den man gerade äußert, fremde Rechte liegen, die ihren Inhaber mit dem Privileg ausstatten, seinen Namen dauerhaft mit einem allgemeinen Produkt des menschlichen Verstandes zu beschweren.

2. Von zu Guttenberg über Koch-Mehrin bis zu Schavan: Keine einzige Dissertation wurde deswegen gekippt, weil sich etwa jemand mal ausnahmsweise genau angesehen hätte, ob die vorgetragenen Gedanken und die Schlüsse sachlich, also auf den Erkenntnisgegenstand bezogen, richtig, triftig und schlüssig gewesen sind oder nicht. Das einzige, was die Gemüter von sowohl hochmögenden Magnifizenzen als auch Laien-Kopflangern bewogen hat, war die nur je getreue Beachtung des gedanklichen Privateigentums der Erstdenker durch die Nachdenker, also der Respekt vor den herrschend gemachten akademischen Denksitten, nach denen der universitäre »Wissenschaftsbetrieb« schon längst in der Hauptsache organisiert ist.

3. Der Zweck wissenschaftlicher Arbeiten ist: Compliance. Sie sind gar nicht Ausweis von richtigem Denken und Fortschritt in der Erkenntnis, sondern Schlüssel für diejenigen Türen, die den Zugang zu einer erlauchten gesellschaftlichen Gruppe eröffnen, zu der der Zugang nicht ohne Grund beschränkt ist, weil sie maßgeblich über die Reproduktion der gesellschaftlichen Verhältnisse entscheidet und ihre Funktion die Selektion des dafür geeigneten und willigen Herrschaftspersonals ist: Akademiker ist, wer die Welt verwaltet, die von denen produziert wird, die es nicht auf die Akademie geschafft haben.

4. Ohne gewissenhafte Zuordnung der Gedanken zu entsprechenden Autoritäten sowie ohne Kotau vor dem Urteil der ‘scientific community’, wie diese Autoritäten und ihre jeweiligen Meinungen zu gewichten seien, ist es der Wissenschaftlergemeinde völlig unmöglich, festzustellen, ob etwas den Anforderungen der Wissenschaftlichkeit entspricht oder nicht. Der Maßstab dieser Compliance ist demnach der Rechtsstandpunkt. Dieser hat mit der vorgetragenen Erkenntnis selbst rein gar nichts zu tun, ist aber als formale conditio sine qua non die Hauptsache: Wenn die Formalia eingehalten worden sind, dann rücken die Sachfragen überhaupt erst in den Blick.


*) Es handelt sich hier um einen redaktionell aufs Wesentliche gekürzten Artikel von mir aus dem Jahr 2011.
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Umgefragt

Von wem stammt folgender Satz?

Die Deutschen haben diesen Mann nicht zum Diktator gemacht. Es war Hindenburg auf Drängen der deutschen Monopolbourgeoisie.

a) Stalin
b) Dimitroff
c) Bulganin
d) Kommentator Luggi in »Freitag Online«

Teilnahmebedingungen: Ja.
Einsendeschluß: Vermutlich.
Zu gewinnen gibt es meinen 69er Triumph TR5 PI (Dunkelblau, graues Leder, Linkslenker).
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Zum Begriff des Politischen

KING ARTHUR: I am your king!
A WOMAN: Well, I didn’t vote for you.
ARTHUR: You don’t vote for kings.
WOMAN: Well, ‘ow did you become king then?
ARTHUR: The Lady of the Lake, her arm clad in the purest shimmering samite, held aloft Excalibur from the bosom of the water signifying by Divine Providence that I,
Arthur, was to carry Excalibur.
That is why I am your king!
DENNIS THE PEASANT: Listen, strange women lying in ponds distributin’ swords is no basis for a system of government. Supreme executive power derives from a mandate from the masses, not from some farcical aquatic ceremony!
ARTHUR: Be quiet!
DENNIS: Well you can’t expect to wield supreme executive power just ’cause some watery tart threw a sword at you!
ARTHUR: Shut up!
DENNIS: I mean, if I went around sayin’ I was an empereror just because some moistened bint had lobbed a scimitar at me they’d put me away!
ARTHUR: Shut up! Will you shut up!
DENNIS: Ah, now we see the violence inherent in the system!
ARTHUR: Shut up!
DENNIS: Oh! People, come and see the violence inherent in the system! HELP! HELP! I’m being repressed!
ARTHUR: Bloody peasant!
DENNIS: Oh, what a give away. Did you hear that, did you hear that, eh? That’s what I’m on about — did you see him repressing me? You saw it, didn’t you?

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Presse-Ciao 2012

R. I. P.:
29. September: »Abendzeitung«, Nürnberg
13. November: »Frankfurter Rundschau«
7. Dezember: »Financial Times Deutschland«

Morituri:
Seit ca. 1978: »taz«, Berlin
Seit 1990: »junge Welt«, Berlin
Seit 12. Dezember: »Der Freitag«, Berlin

Noch da:
330 Zeitungsverlage
130 Vollredaktionen
1500 lokale Zeitungsausgaben

Aus Solidarität mit den Sparbemühungen in Berliner Redaktionsstuben habe ich mich dazu entschlossen, ab jetzt meinen C 63 AMG nur noch mit Biosprit zu betanken.

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