»Zur Hälfte bin ich Franziskaner, zur Hälfte Zigeuner.«

Franz Liszt zum 200.

Wunderkind aus einem weltvergessenen Kaff im Burgenland, schon früh ein Hypervirtuose an der Klaviatur, berühmtester Klavierlehrer seiner Epoche, Freimaurer und Mystiker, katholischer Priester und Kosmopolit, Salonlöwe und großer Depressiver, Erotomane, Frauenversteher und gewiß aller Laster kundig — das alles und noch mehr ist Franz Liszt gewesen.

Die berühmtesten Pianisten spielen die berühmtesten Werke des berühmten Liszt: Das ist leider Sitte und Brauch geworden. Daß Liszts gewaltiges Opus insbesondere da am schönsten ist, wo es über sich selbst hinaus- und mindestens ein Jahrhundert vorgreift, wen interessierts?

Mich zum Beispiel. Deshalb spielt nun ein nahezu Unbekannter ein nahezu unbekanntes Spätwerk von Franz Liszt: Unstern (1885).

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Ein Kommentar zu »Zur Hälfte bin ich Franziskaner, zur Hälfte Zigeuner.«

  1. rainer kühn sagt:

    Ein Mensch am „Tastorgan des historischen Bewußtseins“ (TWA).

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